Der Fuchshübel - Keltisches Fürstengrab

Der Fuchshübel ist ein Zeugnis für die frühe Besiedlung des Schaumberger Landes. In der sogenannten Laténe Zeit (600-0 v.Chr.) siedelten hier bereits Kelten.

Mit etwa 60 m Durchmesser und einer Höhe von 5 Metern ist der Fuchshübel der größte erhaltene Grabhügel des Saarlandes und auch heute noch deutlich im Gelände zu erkennen. Im Jahre 1837 wurde er geöffnet. Der hier Bestattete war offensichtlich ein keltischer Fürst aus der Frühlaténezeit. Auf dem Bestattungsplatz wurde eine mächtige grabkammer aus Holz errichtet, in der man den Toten auf einem Streitwagen aufbahrte.

Er war bekleidet und als Zeichen seiner hohen Stellung in der Gemeinschaft trug er seinen goldenen Armring und einen goldenen Fingerring. An seine Seite legte man zwei Stoßlanzen mit etwa 35 Zentimeter langen Eisenspitzen. Nahe dem Fußende stellte man eine etruskische Bronzekanne, vielleicht gefüllt mit Wein, ab. Nach Schließung der Grabkammer wurde in sicher jahrelanger Arbeit ein mächtiger, weithin sichtbarer Grabhügel aufgeschüttet. Um eine größe von sieben bis acht Metern Höhe und etwas 60 Metern Durchmesser zu erreichen, mussten etwa acht- bis zehntausend Kubikmeter Erde bewegt werden.

Die Funde aus dem Fuchshübel sind ins Rheinische Landesmuseum in Trier gelangt.

 
Mariengrotte im Hortwald

Die über 50 Jahre alte Mariengrotte im Theleyer Hortwald wurde in den 50er Jahren durch die Familien Michels und Sinnewe errichtet. Die Familien wollten damit der Muttergottes ihren Dank für die erhaltene Hilfe abstatten und gleichzeitig die Bevölkerung zum Gebet aufrufen. Ein Spenderkreis stiftete damals die Statuen der Maria und der Bernadette.

Nach 50 Jahren hatte die Gebetsstätte und ihr Umfeld eine Renovierung dringend notwendig und wurde 2006 mit tatkräftiger Unterstützung erneuert. Wie schon in den vergangenen Jahrzenten bleibt Sie somit weiterhin ein Ort des Segens innerhalb Theley. 
Quelle: Saarbrücker Zeitung

 
Offizierspfad Imsbach

Der Name „Offizierspfad Imsbach" greift die Geschichte des Hofgutes Imsbach auf, das seine Blütezeit zu Beginn des 19. Jahrhunderts hatte. Louis Lapointe erhielt das Hofgut im Jahr 1811 von Napoleon als Belohnung für seine militärischen Erfolge. In der Folgezeit formte er das Gebiet rund um das Hofgut in einen Landschaftspark.

Der Weg führt durch ausgedehnte Waldlandschaften entlang der ehemaligen Grenze des Saargebietes zum Deutschen Reich sowie der ehemaligen Grenze des Hofgutes Imsbach zur Gemarkung Mettnich (Teil des heutigen Primstal, Gemeinde Nonnweiler). Dabei werden zahlreiche historische Grenzsteine sowie der Röteldistrikt zwischen Theley und Selbach passiert, eines der ausgedehntesten Rötellager im Saarland. Dem Wanderer bieten sich herrliche Ausblicke auf das Schaumberger Land, zum Hochwald und bis hin zur Freisener Höhe.

Kulturhistorisch bedeutende Sehenswürdigkeiten entlang des Weges sind das Hofgut Imsbach mit der restaurierten Gutskapelle und die Johann-Adams-Mühle bei Theley, eines der letzten erhaltenen Mühlenanwesen im Saarland.

 
Nordic-Walking-Park Schaumberg

Egal ob Sommer oder Winter - die erstklassige Lage des Walkingparks bietet einen idealen Ausgangspunkt für herrliche Nordic Walking-Touren durch die liebliche Mittelgebirgslandschaft des Schaumberger Landes.


Der Nordic Walking-Park Schaumberg ist der größte im Saarland und bietet zehn ausgesuchte Routen aller Schwierigkeitsgrade mit einer Gesamtlänge von 100 Kilometern.


Das bewegte Relief um den Schaumberg (Höhenlage zwischen 310 und 560 m ü NN) macht die Touren landschaftlich sehr attraktiv.


Nach der Wanderung können die vielfältigen Möglichkeiten des Erlebnisbads Schaumberg, das Augangspunkt und Endpunkt jeder Route ist, genutzt werden.

 
Erlebnispark Schaumberg

Beim Schaumbergbad, in unmittelbarer Nähe des Jugendgästehauses Tholey, ist entlang eines Rundwanderweges von 1300 Metern Länge ein barrierefreier - also behindertengerechter - "Erlebnispark" mit Barfuß-Bereich entstanden, der zu mehr Aktivitäten einladen soll, als zum bloßen „Ablaufen".

Die landschaftlich attraktiv gestaltete Strecke dient auch dazu, sich mit den einzelnen angebotenen Haltestationen auseinander zu setzen. Da gibt es Bereiche für Bewegungstherapien und Gymnastik genau so wie Abteilungen zum Innehalten, um sich seines Körpers und seiner Sinne bewusst zu werden. Dabei sind die einzelnen Stationen des Erlebnisparks so naturnah angelegt, dass die grüne Umgebung noch eine zusätzliche Aufwertung erfährt. Ein ganz besonderes Erlebnis bietet dabei der Bereich des Wasserspielplatzes, der vor allem von Kindern und Jugendlichen an warmen Tagen intensiv genutzt wird.

 
Erlebnisbad Schaumberg

Seit 1994 besitzt die Gemeinde Tholey mit den Erlebnisbad Schaumberg eines der modernsten Freizeit- und Erlebnisbäder im südwestdeutschen Raum. Zu den Attraktionen zählen eine 103 Meter lange Rutsche, das Lagunenbecken mit Strömungskanal, die Whirlpools und die Dampfbäder.

Die ausgedehnte Saunalandschaft im römischen Ambiente mit finnischen Saunen, Dampfsauna und Blockhaussauna stellt selbst verwöhnte Saunafans zufrieden. Ein 18.000 Quadratmeter großes Außengelände mit Sandstrand sorgt während der Sommermonate für Abwechslung.

 
Schaumbergturm

Der 33 m hohe Schaumbergturm befindet sich sich 569 m über NN auf dem Schaumbergplateau bei Tholey. In den Jahren 1928/29 baute der Saarbrücker Architekt Moritz Gombert den Turm als Ehrenmal für die gefallenen Soldaten des ersten Weltkrieges. Am 24.08.1930 fand die feierliche Einweihung statt. Obwohl der Turm im darauf folgenden zweiten Weltkrieg von seiner Zerstörung verschont blieb, musste er aufgrund von Konstruktionsfehlern und Baumängeln gesperrt werden.

Nach einem groß angelegten grenzübergreifenden Ideenwettbewerb, dessen preisgekrönter Entwurf nie realisiert wurde, wurde der Turm allmählich baufällig. Nach der teilweisen Abtragung der Bausubstanz und dem Wiederaufbau konnte der Turm in seiner heutigen Form 1976 eingeweiht werden.

Da der Turm den heutigen Anforderungen des Brandschutzes nicht mehr gerecht wird, musste er bereits vor etwa zwei Jahren für Besucher geschlossen werden. lm Jahr 2011 sollen die Umbau- und Renovierungsarbeiten abgeschlossen sein.


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Dabei erhält der Schaumbergturm ein externes gläsernes Treppenhaus, was den barrierefreien Zugang bis zur Aussìchtspìattform sicherstellt. Die momentan noch an der Fassade angebrachten und unschön wirkenden Mobilfunkantennen und Strahler werden auf einem eigens zu diesem Zweck entworfenen 15 m hohen Stahlgerüst auf der Turmspitze montiert.

Die Ausstellung zur deutsch-französischen Freundschaft soll weiter ausgebaut werden. Daneben ist auf zwei Etagen eine Ausstellung zum Thema Klimawandel vorgesehen.

Finanziert wird das Projekt aus Zuschüssen des saarländischen Wirtschaftsministeriums, dem Konjunkturprogramm des Bundes sowie einem Eigenanteil der deutsch-französischen Begegnungsstätte.

 
Vicus Wareswald

Am Kreuzungspunkt der zu römischer Zeit überregional bedeutsamen Straßen zwischen Metz und Mainz einerseits und Straßburg und Trier andererseits entstand in der 1. Hälfte des 1.Jh. n. Chr. der Vicus im Wareswald, gelegen am Fuße des Schaumbergs zwischen den heutigen Gemeinden Marpingen, Oberthal und Tholey. Hinter dem Begriff „Vicus" verbirgt sich ein Marktflecken, angelegt entlang der großen Verbindungsrouten im römischen Weltreich.

Viele Menschen - Reisende und Händler - benutzten die zumeist vom Militär angelegten Wege. Die dadurch hervorgerufene Nachfrage nach Unterkunft und Verpflegung, aber auch nach Gütern des täglichen Bedarfs veranlasste Händler und Handwerker, sich an der Stelle des heutigen Wareswaldes niederzulassen, um diese Nachfrage zu befriedigen.

Im Laufe des 1. Jhs., besonders aber im 2. Jh., setzte ein wirtschaftlicher Aufschwung in der Siedlung ein, die schließlich zu einer stattlichen Größe von mehreren Hektar besiedelter Fläche heranwuchs. Durch großflächige geomagnetische Untersuchungen konnte die Ausdehnung der Siedlung in großen Teilen geklärt werden. Zur Klärung der Ausmaße und der Strukturen wurden auch Luftbildbefliegungen eingesetzt. Beispielsweise konnte im trockenen Sommer 2003 eine römische Straße, die zum Wareswald verläuft, als braunes Band im ansonsten noch grünen Acker beobachtet werden.

Bislang konnten zahlreiche Räume ergraben werden, darunter Gebäude in denen wohl Handwerk betrieben wurde, aber auch Handelstätigkeit kann nachgewiesen werden.

Von besonderem Interesse sind luxuriös ausgestattete Räume mit großen Badewannen, Fußbodenheizungen und Wandmalerei. Im weiten Gelände konnte auch ein großer Tempel, wohl dem Kriegsgott Mars geweiht, angeschnitten werden. Zahlreiche weitere Befunde harren noch der Entdeckung. Der jüngste Erfoig des Grabungsteams ist der Nachweis eines zehn bis zwölf Meter hohen Pfeilergrabmais, das ringsum mit Reliefs von hoher Qualität verziert war. Das Fundspektrum umfasst Keramikscherben, Gerätschaften, hunderte von Münzen, aber auch Dinge des gehobenen Lebensstandards, etwa Glasobjekte, Schmuckstücke und bronzene Gefäße.

Aus der Datierung des Fundmaterials geht die Gründung der Siedlung in der 1. Hälfte des 1. Jhd.n. Chr. hervor. Insbesondere die Fundmünzen erlauben es, die Existenz der Siedlung bis ca. 400 n. Chr. annehmen zu können. Um diesen Zeitpunkt wird der Vicus verlassen. Der Platz ist seither nicht mehr besiedelt.

Heute ist der Vicus Vicus Wareswald zugleich Forschungsstandort und touristische Attraktion. Familien, Schulklassen und andere Gruppen können in Führungen interessante Einblicke in die Arbeit der Archäologen bekommen. Im Jahr 2008 kamen rund 6.000 Besucher in den Wareswald.

 


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